MR Beckenboden

Mit der dynamischen Beckenboden MRT oder Kernspin-Defäkographie kann die Beweglichkeit und Straffheit der Beckenbodenmuskeln sowie die Darmentleerung untersucht werden. Dadurch stellen sich Spannungs- und Koordinationsstörungen der an der Darmentleerung beteiligten Muskeln unter realistischen Bedingungen dar, und es können weitere Ursachen für Entleerungsstörungen festgestellt werden, wie Auswölbungen der Enddarmwand und Verlagerungen von Darm, Blase oder Gebärmutter. Sinnvoll ist diese Untersuchung vor allem bei lang anhaltenden Stuhlentleerungsstörungen mit unklarer Ursache, oft begleitet von Harninkontinenz und Stuhlschmieren. Es wird kein Kontrastmittel gespritzt, nur etwas Gel unmittelbar vor der Untersuchung vorsichtig in den Enddarm eingegeben. Die Untersuchung wird in Rückenlage durchgeführt und dauert etwa 20 Minuten. Nach Aufnahmen in Ruhe werden über ein Mikrofon Anweisungen gegeben, den Beckenboden anzuspannen, zu pressen und schließlich zu entleeren – in eine vorher angelegte Höschenwindel – das ist in aller Regel auch im Liegen kein Problem. Ein Live-Video aus dem Inneren des Beckens stellt die Bewegungen dar und kann später ausgewertet werden.