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Virtuelle Koloskopie

Unter der virtuellen Diagnostik versteht man die Simulation der Darstellung vom Inneren des Menschen mithilfe von Computern. So können beispielsweise Bilddaten aus einem Computertomografen per Computer in präzise, dreidimensionale Ansichten umgerechnet werden, wobei alle Blickwinkel und Blickrichtungen möglich sind. Selbst kleinste Strukturen können hochaufgelöst sichtbar gemacht werden. In vielen Fällen kann dank virtueller Diagnostik entweder auf risikoreiche Eingriffe wie Gewebeentnahme verzichtet werden oder diese Eingriffe wesentlich effektiver vorgeplant werden.

Beispiele für Virtuelle Diagnostik in der Radiologie sind die Virtuelle Koloskopie, die Virtuelle Bronchoskopie und die virtuelle Angioskopie. Dreidimensionale Planungen für komplizierte Eingriffe sind massgeschneidert an geeigneten Untersuchungsdaten möglich.

Die virtuelle Koloskopie des Dickdarms ist eine moderne alternative Untersuchung zur konventionellen Darmspiegelung. Nach entsprechender Vorbereitung am Vortag mit Darmreinigung wie bei der Spiegelung werden Aufnahmen in wenigen Minuten vom gesamten Dickdarm aufgezeichnet. Hierzu wird ein dosisarmes CT-Untersuchungsprotokoll an einem hochauflösenden Volumen-Computertomographen bei uns verwendet. Bei entsprechenden zusätzlichen Verdachtsmomenten kann eine intravenöse Gabe von jod-haltigem nicht-ionischem Kontrastmittel erfolgen, um die Aussagekraft bezüglich der Durchblutung von Strukturen noch deutlich zu erhöhen.

Die Software analysiert die Daten und berechnet den dreidimensionalen Verlauf des Dickdarms,  analysiert die Wandkontur des Darms und macht den Untersucher auf äuffällige Wandveränderungen aufmerksam.



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